Vertikale Holzlattenfassade mit horizontaler Unterkonstruktion

Frage:

Was muss man beim Aufbau einer vertikalen Holzlattenfassade und einer horizontalen Unterkonstruktion beachten? Insbesondere im Hinblick auf Schnee/Regen auf der horizontalen Oberfläche? Sollte man diese eventuell bombiert ausführen? Der tragende Bauteil dahinter wird mit einer geeigneten UV-beständigen diffusionsoffenen Folie geschützt.

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Nr.: 1275


Antwort der Experten:

Fugenbreite

Abschrägung

Hinterschneidung

Tropfnase

 

In erster Linie muss bei einer vertikalen Holzfassade mit horizontaler Unterkonstruktion auf die Hinterlüftungsebene geachtet werden. Dabei darf die Querlattung die Luftzirkulation nicht beeinträchtigen (weiter Infos unter: »Querlattung sperrt die Hinterlüftungsebene«). 

Üblicherweise werden Holzfassaden (Brett- oder Plattenverkleidungen) auf Lattung bzw. Lattung/Konterlattung montiert aber auch Metallunterkonstruktionen mit speziellen Befestigungssystemen sind möglich. Bei der Montage einer Holzunterkonstruktion ist im Speziellen auf den konstruktiven Holzschutz zu achten.
Demnach sollten die Querlatten nicht stumpf gestoßen werden, bei einer Fugenbreite von min. 10 mm kann das Wasser an den Kontaktflächen abtrocken (siehe Abb. 1). 
Durch eine Abschrägung von mind. 15° zum Steher hin, kann anfallendes Wasser (z.B. Schnee, Regen) an der Oberseite der Lattung abrinnen (siehe Abb. 2). An der Unterseite empfiehlt sich eine Hinterschneidung von mind. 15° oder eine Tropfnase um ein definiertes Abtropfen von der Konstruktion sicherzustellen (siehe Abb. 3 und 4). 


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