Trocknungsrisse beim Rundholz

Frage:

Habe heuer im Frühjahr junge Robinienbäume (Stammdurchmesser ca 6-7cm bis ca 15-18cm) geschlägert, unmittelbar danach entrindet und im Freien gelagert. Die meisten der Stämme sind nun längsförmig vom Ende her gespalten. Kann man das verhindern? Wie muss ich nach der Schlägerung vorgehen betreffend Entrindung oder Lagerung, da das Rubinienholz eine möglichst lange Lebensdauer erreichen soll.

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Nr.: 461


Antwort der Experten:

Durch das raschere Abtrocknen der äußeren Schicht des Holzes schwindet diese auch stärker als der innere Teil und es entstehen im Holz Spannungen, die bei Überschreiten der Querzugfestigkeit des Holzes zu Rissen führen.
Die Gefahr des Reißens steigt mit zunehmender Geschwindigkeit des Trocknens und wird bei frei lagerndem Rundholz durch längere und intensive Sonneneinstrahlung sowie starken Luftzug verstärkt.
Ein Schutz gegen zu rasche Feuchtigkeitsabgabe kann z.B. durch Abdeckung der Stämme erreicht werden. Außerdem sollten intensive Sonneneinstrahlung und zu starker Luftstrom vermieden werden. Dadurch kann die Rissbildung reduziert werden.

Die natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie wird durch etwaige Risse jedoch nicht beeinflußt. Anzumerken wäre außerdem, dass das Splintholz von Bäumen nicht dauerhaft ist und somit auch die hohe natürliche Dauerhaftigkeit der Robinie nur im Kernholz gegeben ist.

Abgelegt unter der Kategorie: Laubholz

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