Sanierung eines Fertigteilhauses in Holzrahmenbauweise

Judith Eder (Baumeisterin):

Es ist die Sanierung (Fenstertausch und Fassadensanierung) eines Fertigteilhauses in Holzständerbauweise aus dem Jahr 1988 geplant. Der Wandaufbau ist im Moment folgender:

_Kunstharzputz

_armierte Betonspachtel

_Hartschaumplatte 20 mm

_Spanplatte V100 G 13 mm

_Holzriegelkonstruktion dazwischen Mineralwolle 140 mm

_Spanplatte V20 13 mm

_Dampfsperre/Dampfbremse 0,1 mm

_Gipskartonplatte 12,5 mm

Möglicherweise soll auch eine Dämmaufdoppung (WDVS) erfolgen. Gibt es diesbezüglich Erfahrungen bezüglich sinnvoller bauphysikalisch empfohlener Vorgangsweise?

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Nr.: 2190


Antwort der Experten:

Dies kann allgemein nicht beantwortet werden, da ein gesamtheitliches Sanierungskonzept erstellt werden muss, welches von vielen Faktoren abhängig ist (Zustand der Fassadenschicht, Dichtheit der Dampfbremse und deren Anschlüsse an Ecken, Deckenübergänge, Überlappungen usf.; ggf. die Erneuerung der Installationen, Dachsanierung, etc.).

Grundlegendes:

_Aufnahme des Bestandes und Erstellen einen Sanierungskonzeptes (Ziele definieren)

_Hinzuziehen eines Bauphysikers für die Planung und Ausführung wird empfohlen (hygrothermische Simulation, Überwachung der Ausführung)

_Bevorzugung einer difussionsoffenen Bauweise (besseres Austrockungsverhalten), z. B. gedämmte, hinterlüftete Fassade

_Anbringen einer konvektionsdichten Ebene um die Durchströmung von innen nach außen zu verhindern

_Anschlüsse sorgfältig planen (Luftdichtheit, Winddichtheit, Schlagregendichtheit, Fensteranschlüsse, Sockel, etc.)

 

 


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