Holzriegelbauweise mit WDVS - OSB als Dampfbremse

Frage:

Benötigt der nachstehende Aufbau zusätzlich zur OSB - als innere Riegelbeplankung (luftdicht verklebt) - eine Dampfbremsfolie? Ist eine zusätzliche Dampfbremsfolie aus bauphysikalischer Sicht sicherer?

 

-WF-PT WDVS 60mm N+F, mit Edelstahlklammern auf die Riegelwand montiert

-Riegelwand 20cm (Zellulose-Einblasdämmung)

-Beplankung Außenwände innen mit OSB-Platten 18mm, Stöße und Anschlüsse verklebt

-Holzweichfaserplatte 40mm

-Innenverputz

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Nr.: 1985


Antwort der Experten:

Prinzipiell ist die Verwendung von OSB-Platten (luftdicht verklebt) als Dampfbremse (ohne zusätzliche Folie) bei Außenwänden mit Wärmedämmverbundsystemen (auf Basis Holzfaser WF-PT) möglich. Wichtig dabei ist, dass der Außenwandgesamtaufbau, die Diffusion betreffend, richtig ausgeführt wird.

Es ist sicherzustellen, dass die verwendete OSB Platte einen ausreichenden µ-Wert besitzt. Aus Erfahrung wissen wir, dass es große Herstellerunterschiede bzw. auch unterschiedliche Angaben zwischen Plattentypen (OSB 3/OSB 4) gibt. Ersichtlich ist dies in den jeweiligen Leistungserklärungen (DoP) der OSB Platten. Die Aufbauten aus dataholz.eu wurden mit einem µ-Wert von 200 berechnet.

Vorausgesetzt ist natürlich auch eine ordnungsgemäße luftdichte Ausführung aller Durchdringungen (Steckdosen, Leitungen) und Anschlüsse.

Des Weiteren ist zu bedenken, dass auf der Außenseite das System durch etwaige Wartungsanstriche bzw. -putze dichter wird.

Eine zusätzliche Dampfbremsfolie ist in manchen Fällen zu empfehlen bzw. kann auch diffusionstechnisch notwendig werden. Der gewählte sd-Wert kann in der Regel relativ niedrig ausfallen (<10 m).

 

 

 


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