Formaldehydfreie Verleimung

Frage:

Kann man prinzipiell bei Zubereitungen, wie Leime unterhalb einer bestimmten Grenze (z. B. Massenangabe von 0,1 % Formaldehyd) von einer formaldehydfreien Verleimung sprechen?

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Nr.: 1551


Antwort der Experten:

Der Begriff formaldehydfrei ist weder gesetzlich noch normativ geregelt. Es ist dezidiert mit einer Fußnote auf die betreffende Verordnung (bzw. Richtlinie, etc...) hinzuweisen.

Bauprodukte (z. B. Holzwerkstoffplatten), die in Österreich eingesetzt werden, müssen der Formaldehydklasse E 1 entsprechen. Die Klasse E1 ist gesetzlich geregelt - laut der Österreichischen Formaldehydverordnung (Bundesgesetzblatt BNr. 194/1990) darf der Grenzwert von 0,1 ppm nicht überschritten werden.

Nach unserem Erkenntnisstand sind nur in den amerikanischen Formaldehydverordnungen CARB Wood ATCM bzw. EPA TSCA Title VI per Gesetz die unterschiedlichen Systeme geregelt – z. B. NAF-Systeme (no added Formaldehyd).


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