Brettsperrholz - Nutzungsklassen

Frage:

Für welche Nutzungsklassen darf Brettsperrholz eingesetzt werden?

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Nr.: 260


Antwort der Experten:

Brettsperrholz (Quelle: proHolz, Schmölzer)

Brettsperrholz darf nur in den Nutzungsklassen 1 und 2 eingesetzt werden, das heißt es darf keiner direkten Bewitterung ausgesetzt werden.

Nach ÖNORM EN 1995-1-1 (Eurocode 5: Bemessung und Konstruktion von Holzbauten - Teil 1-1: Allgemeines - Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau) sind die Nutzungsklassen wie folgt festgelegt:

Nutzungsklasse 1 ist gekennzeichnet durch einen Feuchtegehalt in den Baustoffen, der einer Temperatur von 20°C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen im Jahr einen Wert von 65% übersteigt.
In dieser Nutzungsklasse wird eine mittlere Gleichgewichtsfeuchte von 12% in den meisten Nadelhölzern nicht überschritten. Dies entspricht z.B. dem Anwendungsbereich in allseitig geschlossener und beheizter Umgebung.

Nutzungsklasse 2 ist gekennzeichnet durch einen Feuchtegehalt in den Baustoffen, der einer Temperatur von 20°C und einer relativen Luftfeuchte der umgebenden Luft entspricht, die nur für einige Wochen im Jahr einen Wert von 85% übersteigt.
In dieser Nutzungsklasse wird eine mittlere Gleichgewichtsfeuchte von 20% in den meisten Nadelhölzern nicht überschritten. Dies entspricht z.B. dem Anwendungsbereich in offener, aber überdachter Umgebung.

Nutzungsklasse 3 erfasst Klimabedingungen, die zu höheren Feuchtegehalten führen, als in Nutzungsklasse 2 angegeben.
In Ausnahmefällen müssen überdachte Tragwerke auch in Nutzungsklasse 3 eingestuft werden.

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