Anschluss Holzwand an eine mineralische massive Wand (Mauerwerk, Beton)

Christopher Scheucher (Holzbaubetrieb):

Wie ist der Übergang zwischen einer Holzwand (Riegelwand, Brettsperrholzwand, etc.) zur einer mineralischen massiven Wand (Ziegelwand, Stahlbetonwand...) zu lösen (Längsstoß, Innenecke, Außenecke, Verankerung)? Wie sind generell Anschlüsse (ohne Risse in der Putzfassade, luftdichter und winddichter Anschluss, Trockenbau) zu planen? Gibt es Detailzeichnungen bzw. Beispiele hierfür?

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Nr.: 2178


Antwort der Experten:

Die Anschlüsse sind vom Planer (Architekt, Baumeister, Zimmermeister, …) im Zuge der Ausführungsplanung detailliert zu planen, die Ausführung sowie die zu verwendenden Materialien sind ggf. rechtzeitig mit den Ausführenden abzustimmen und festzulegen.

Es empfiehlt sich, die Anschlüsse der Fassade bzw. der inneren Bekleidung mittels definierter Bewegungsfugen auszuführen, um unplanmäßigen Rissen vorzubeugen. Beispielsweise außen am WDVS/Putzfassade zum Holzbauteil mit einem Dehnfugenprofil.

Für Anschlüsse im Holz bzw. Trockenbau ist die ÖNORM B 2320 (Wohnhäuser aus Holz – Technische Anforderungen) und die ÖNORM B 3415 (Gipsplatten und Gipsplattensysteme – Regeln für die Planung und Verarbeitung) zu beachten.

Bzgl. luft- und winddichter Anschlüsse sind die ÖNORM B 2340 (Maßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle von Holz- und Holzfertighäusern), die ÖNORM B 4119 (Planung und Ausführung von Unterdächern und Unterspannungen), sowie die entsprechenden systemspezifischen Herstellerangaben, Planungs- und Verarbeitungsrichtlinien zu beachten. In der ÖNORM B 2340 befinden sich Beispiele für Anschlüsse von Holzelementen zum Mauerwerk und Betonteilen.

Mineralische Untergründe für den Anschluss von Luftdichtheits- bzw. Winddichtheitsebene müssen z. B. durch entsprechende Glattstriche und Primer/Voranstriche lt. den Herstellerangaben vorbereitet werden.

Die Verankerung hat lt. Statik zu erfolgen (Statiker, Baumeister, Zimmermeister).


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