Anforderungen an stiftörmige Verbindungsmittel - Holzbau

Frage:

In welcher ÖNORM sind die Anforderungen an Verbindungsmittel (Nägel, Klammern, Schrauben) für den Einsatz im statisch tragenden Holzbau geregelt? Benötigen Nägel bzw. Schrauben ein CE-Zeichen?

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Nr.: 2098


Antwort der Experten:

Für den statisch tragenden Bereich sind stiftförmige Verbindungsmittel gem. ÖNORM EN 14592 (Holzbauwerke - Stiftförmige Verbindungsmittel – Anforderungen) einzusetzen. Gemäß dieser europäisch harmonisierten Norm (seit 1.3.2013 im Amtsblatt der europäischen Kommission (OJEU) aufgenommen)  ist für stiftförmige Verbindungsmittel ein CE-Zeichen erforderlich. Alternativ wäre auch eine Europäische Technische Bewertung möglich.

Die Anforderungen an mechanische Verbindungsmittel sind je nach Anwendungsbereich (Nutzungsklasse 1, 2 oder 3) im Eurocode 5: ÖNORM EN 1995-1-1 (Bemessung und Konstruktion von Holzbauten - Teil 1-1: Allgemeines - Allgemeine Regeln und Regeln für den Hochbau (konsolidierte Fassung)) beispielsweise, gem. Tabelle 4.1 der o. g. Norm, geregelt.

Für den statisch tragenden Bereich sind Verbindungsmittel falls erforderlich gegen Korrosion zu schützen. Die Regeln sind in Tabelle 4.1 der ÖNORM EN 1995-1-1 zu finden.

Bewitterte Verbindungsmittel, beispielsweise für Terrassenbeläge, welche der Nutzungsklasse 3 zugeordnet sind, benötigen einen Korrosionsschutz gemäß Tabelle 4.1 mit Verzinkung Fe/Zn 25c oder Verbindungsmittel aus geeignetem Edelstahl.

Abgelegt unter der Kategorie: Bauholz (Konstruktionsvollholz)

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