Abdichtung mit Dichtstoffen gem. ÖNORM B 5320 (Einbau von Fenstern und Türen in Wände)

Frage:

Ist bei der inneren Abdichtung die Verwendung von Dichtstoffen laut ÖNORM B 5320 zulässig, wenn die Verarbeitungsrichtlinien der Dichtstoffe eingehalten werden z. B. Dehnfähigkeit 20% innen, Vermeidung Dreipunkthaftung, richtige Fugentiefe und dgl. und wenn der Dichtstoff der geforderten Norm entspricht?

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Nr.: 2265


Antwort der Experten:

Ja, der Einsatz von Dichtstoffen ist gem. ÖNORM B 5320 Anhang A sowohl innen wie auch außen zulässig.

Gemäß ÖNORM B 5320 (Einbau von Fenstern und Türen in Wände - Planung und Ausführung des Bau- und des Fenster/Türanschlusses) Anhang, A.5. "Dichtstoffe" ist folgendes einzuhalten:

  • Dichtstoffe müssen die Anforderungen gem. ÖNORM EN 15651-1 (Klasse 25LM für Außenanwendungen und Klasse 20LM für Innenanwendungen) erfüllen.
  • Für die Dimensioierung der Fugenbreiten sowie für deren Ausbildung dürfen nur Dichtstoffe mit einer zulässigen Gesamtverformung von mind. 20 % (für die Innenseite), 25 % (auf der Außenseite) verwendet werden. Bei der Fugenausbildung mit Dichtstoffen ist eine Dreiflankenhaftung unzulässig.
  • Als Hinterfüllmaterialien sind Hinterfüllprofile, beispielsweise PE-Rundschnüre, Vierkantprofile, etc. zu verwenden. Das Hinterfüllprofil muss eine gleichmäßige, gerade bzw. konvexe Begrenzung der Fugentiefe sicherstellen.

Für weitere Informationen ist die entsprechende Norm heranzuziehen.

 

 

 

 

 

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