Reduzierte Sockelhöhe bei hinterlüfteten Holzverschalungen

Frage:

Laut ÖNORM B 2320 beträgt die Sockelhöhe bei Holzbauten mindestens 30 cm. Darf dieser vorgeschriebene Abstand ausschließlich auf das konstruktive Holz angewandt werden, oder muss ich die 30 cm auch mit einer hinterlüfteten Holzverschalung einhalten?

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Nr.: 746


Antwort der Experten:

Die in der ÖNORM B 2320 vorgeschriebene Sockelhöhe von mindestens 30 cm dient zum Schutz der tragenden Struktur, im Speziellen der Schwellenkonstruktion.

Das heißt, dieser Abstand kann zwar mit der Holzschalung unterschritten werden. Aufgrund der starken Belastung durch Spritzwasser und einer daraus resultierenden verkürzten Lebensdauer der Holzschalung, ist dies nicht  empfehlenswert. Außerdem ist in diesem Bereich mit einer starken Verschmutzung zu rechnen.

 

Wenn die Holzschalung in den Spritzwasserbereich hineinragt, ist eine "Verschleißschicht" anzuordnen. Bei horizontalen Holzschalungen sollten somit die untersten Bretter leicht austauschbar sein und eventuell dauerhaftere Holzarten verwendet werden. Für vertikale Schalungen und Holzwerkstoffplatten ist deshalb ein wesentliches Unterschreiten des Spritzwasserbereichs nicht empfehlenswert. Weiters ist die Reduzierung des Spritzwasseranteils z.B. durch eine Kiesschüttung anzuraten.

 

Normen:

ÖNORM B 2320:2010 (Wohnhäuser aus Holz - Technische Anforderungen)


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