Nachträgliche Schalldämmung von Massivholz-Zwischenwänden

Herwig Kutter (Häuselbauer):

Welche Möglichkeiten gibt es für die Schalldämmung von Massivholz-Zwischenwänden (Fichte 12 cm) in einem bestehenden Holzblockhaus bei möglichst wenig Platzbedarf?

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Nr.: 534


Antwort der Experten:

Die einzige sinnvolle Möglichkeit zur schalltechnischen Verbesserung bieten in diesem Fall entsprechende Vorsatzkonstruktionen, die frei vor der Wand stehen oder mittels elastischen Befestigungselementen (Schwingbügel) an der Wand selbst befestigt sind. Solche Systeme werden z.B. von Gipsplattenherstellern angeboten.

Die komplette Konstruktion wäre demnach: 

  • bestehende Massivholzwand
  • Lattung auf Schwingbügel, dazwischen fasriger Dämmstoff zur Schalldämpfung von hohen Frequenzen
  • Beplankung aus Gipsplatten

Dabei kann mit größerem Abstand von der Massivholzwand ebenso wie mit doppelter Beplankung (mehr Gewicht aber gleiche Biegesteifigkeit) eine bessere Schalldämmung erreicht werden. Die Beplankung sollte mit Gipsplatten (nicht mit Holzwerkstoffplatten) erfolgen, da diese die notwendige geringe Biegesteifigkeit aufweisen. Üblich sind hier 5 cm Schwingbügelkonstruktion + Beplankung, also in Summe 6,25 cm.
Für noch höheren Schallschutz ist dies beidseitig anzubringen, idealerweise mit unterschiedlicher Stärke. Um höchste Effizienz zu garantieren muss die Ausführung nach den Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller erfolgen.

Abgelegt unter der Kategorie: Schallschutz Innenwand

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