Kann man bei einer Laubengangsituation Holzlamellen als Witterungsschutz an der Fassade einsetzten?

Michael Pichler (Architekt, Planer):

Wie kann man bei einer Laubengangsituation (nur eine Fluchtmöglichkeit) Holzlamellen als Witterungsschutz an der Fassade einsetzen.

Lt. Behörde ist das Brandverhalten der Klasse C bzw. D zu erreichen. Ist das mit Lamellen möglich? Ist der Abstand zu einander ausschlaggebend? Flammschutzmittel?

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Nr.: 725


Antwort der Experten:

Die Holzlamellen können hier als Witterungsschutz an der Fassade eingesetzt werden, da sie unter bestimmten Voraussetzungen wie z.B. dem Abstand zueinander in die Brandverhaltensklasse D eingestuft werden können.

In der Kommissionsentscheidung 2006/213/EG ("Brandverhalten für Wand- und Deckenbekleidung aus Massivholz" sind die Rahmenbedingungen festgelegt. Diese können Sie auch im Fachartikel "Brandverhalten von Holz und Holzwerkstoffen" oder im proHolz Arbeitsheft 8/06 "Brandschutztechnische Ausführung von Holzfassaden" nachlesen. Damit ist für das Fassadensystem keine weitere Prüfung erforderlich, wird dieses anders ausgeführt, muss ein Nachweis bezüglich der Brandverhaltensklassen erbracht werden.
Der Einsatz von Flammschutzmitteln ist nur möglich, wenn die Witterungsbeständigkeit nachgewiesen werden kann.

Abgelegt unter der Kategorie: Brandverhalten von Baustoffen

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