horizontale Lärchenholzfassade

Frage:

Wir planen eine horizontale Lärchenholzfassade mit Nut-Feder Brettern ohne Fase. Die Fugen sollten dabei soweit wie möglich reduziert werden. Kann dies ohne Bedenken ausgeführt werden?

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Nr.: 2104


Antwort der Experten:

horizontale Holzfassade

Durch die horizontale Anordnung der Fassadenbretter ist die Feuchtebelastung höher als bei der vertikalen Anordnung, wo eine raschere Ableitung des Niederschlagswassers möglich ist. Um die Feuchtebelastung zu reduzieren, sollte der konstruktive Holzschutz und eine ausreichende Kantenrundung oder eine Hinterschneidung bei den Brettern ausgeführt werden.
Von einer Ausführung ohne Fase und ohne Fuge wird abgeraten, da sich die Feuchtigkeit viel länger in der Kontaktfläche zwischen den Brettern hält und das Holz somit langsamer abtrocknet (Fäulnis kann die Folge sein). Erst bei einer horizontalen Fugenbreite von ≥ 1 cm tropft das Wasser ab. Um das Abtropfen bei der Ausführung mit offenen Stoßfugen (≥ 1 cm) zu erleichtern, sind die Kanten im Winkel von 15° abzuschrägen bzw. zu hinterschneiden.   

Zudem ist zu beachten, dass bei Brett und Profilholz-Fassaden (z.B. Nut- und Federschalung) zumindest eine Belüftung empfohlen wird, da es durch unvermeidbare Konstruktionsfugen sowie Undichtheiten zu einem Eindringen von Schlagregen hinter die Fassadenebene kommt.

Abgelegt unter der Kategorie: Holzfassaden Konstruktiver Holzschutz

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