Fassadenbahn bei hinterlüfteten Holzfassaden

Frage:

In Deutschland gelten seit 2006 für Holzfassaden die Fachregeln des Zimmererhandwerks 01 als anerkannte Regeln der Technik. Diese legen unter 5.1.4 fest, dass "eine offene Bekleidung für den Schlagregenschutz nicht ausreichend ist" und fordern für Holzfassaden mit offenen Fugen unabhängig vom Fugenanteil den Einbau einer Fassadenbahn. In der Schweiz wird vom SFHF für Holzfassaden mit offenen Fugen erst ab 7% Fugenanteil eine Fassadenbahn gefordert.

Wie ist die Regelung in Österreich ?

 

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Nr.: 2192


Antwort der Experten:

In Österreich sind Holzfassaden normativ nicht geregelt. In einem bereits abgeschlossenen Forschungsprojekt der Holzforschung Austria wurden Holzfassaden detailliert untersucht - ausführliche Informationen sowie Detailausführungen finden Sie in der Publikation "Fassaden aus Holz", herausgegeben von proHolz Austria und der Holzforschung Austria (bestellbar auf der Internetseite von proHolz Austria).

Das Anbringen einer diffusionsoffenen Fassadenbahn bei Holzfassaden mit offenen Fugen wird dringend empfohlen, da diese als wasserführende Ebene fungiert und ggf. auch die dahinter liegende Dämmung schützt.

Lt. OIB Richtlinie 6 (Ausgabe 2015, Pkt. "Luft- und Winddichtheit") muss beim Neubau die Gebäudehülle luft- und winddicht ausgeführt sein. Die Funktion der Winddichtheit wird häufig von Fassadenbahnen übernommen.

 

 


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