Diffusionsoffene Folie bei hinterlüfteter Fassade

Frage:

Unter welchen Voraussetzungen braucht man bei einer hinterlüfteten Fassade zusätzlich eine diffusionsoffene Folie?

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Nr.: 416


Antwort der Experten:

Bsp. Außenwandaufbau mit hinterlüfteter Fassade (awrhhi05a aus dataholz.com) A_Außenwandverkleidung B_Lattung C_OSB D_Konstruktionsholz E_Dämmung F_OSB G_Dampfbremse H_Lattung I_Dämmstoff J_Gipsplatte

Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass Feuchtigkeit, die hinter die Holzfassade gelangt nicht in den dahinter liegenden Bauteil eindringen kann.

Wird die Holzfassade mit offenen Fugen ausgeführt, so ist der dahinter liegende Bauteil auf jeden Fall regendicht auszuführen, das heißt der Einsatz einer diffusionsoffenen Folie ist erforderlich.
Bei einer Fassade mit offenen Fugen ist außerdem darauf zu achten, dass die Folie auch UV-stabil ist.

Bei einer geschlossenen Holzfassade kann beim Einsatz einer OSB (siehe Beispiel) oder MDF Platte als äußere Beplankung auf eine Folie verzichtet werden, wenn konstruktive Stöße und Fugen dicht ausgeführt werden.
Kommt als äußere Beplankung eine Holzfaserplatte zum Einsatz ist eine diffusionsoffene Folie empfehlenswert.

Generell ist in der Bauphase auf die maximal zulässige Bewitterungszeit der Plattenwerkstoffe laut Herstellerangaben zu achten.


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