Befestigung - vertikale Holzlamellen auf verputzer Fassade

Frage:

Auf eine verputzte Fassade (Hotelneubau mit 3 Stockwerken in Holzrahmenbauweise, 100 mm WDVS aus Weichfaser/Putz) soll eine offene, vertikale Holzschalung mit der Abmessung 20/100mm angebracht werden. Die Bretter werden nicht mit der Breitseite parallel, sondern quer zur Fassade montiert. Es ist keine horizontale Unterkonstruktion erwünscht.

Folgende Fragen habe ich dazu:

_welches Holz ist am besten geeignet?

_wie können die Bretter am besten befestigt werden?

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Nr.: 1793


Antwort der Experten:

Von dieser Ausführung ist abzuraten.

Eine Lösung ohne horizontaler Unterkonstruktion ist nicht empfehlenswert, da die äußere Schicht der Wand (= Wetterschutzschichte) durch die Befestigung der Bretter durch das WDVS stark perforiert wird. Wasser dringt so in das System ein und es wird à la longue zu Putzabplatzungen kommen und das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) zerstören.

Des Weiteren wird es nicht möglich sein, die Bretter ausreichend zu befestigen. Eine Befestigung nur in das WDVS-WF ist nicht zulässig bzw. nicht ausreichend. Ohne geeignete Unterkonstruktion ist diese Art der Fassadenausführung nicht möglich.

Wie aus der Antwort ersichtlich ist, spielt hierbei die Holzart eine untergeordnete Rolle. Bei der Holzauswahl ist generell Wert auf die Holzqualität zu legen. Hinsichtlich Dimensionsstabilität und Verformungen sind Rift- und Halbriftbrettern gegenüber Seitenbrettern zu bevorzugen.

 

 

 

 


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