Außentemperatur - Wärmebrückenuntersuchung

Frage:

Ist bei der Wärmebrückenuntersuchung (Nachweis der Kondenswasserfreiheit, Hintanhaltung von Schimmel an den Fensterflächen und Anschlussbereichen) von passivhaustauglichen Fenstern (Holzfenster/Alufenster) die Aussentemperatur nach ÖNORM B 8110-2 anzusetzen, oder sind niedrigere Temperaturen zu berücksichtigen?

()
Nr.: 656


Antwort der Experten:

Bei Außenbauteilen mit geringer Speicherfähigkeit, wie z.B. Fenster und deren Rahmen, ist als Außentemperatur der durchschnittliche jährliche Tiefstwert der Tagesmitteltemperaturen gemäß ÖNORM B 8110-2 (Wärmeschutz im Hochbau - Teil 2: Wasserdampfdiffusion und Kondensationsschutz) aus Tabelle 3 (unter Punkt 6.2) einzusetzen.

Die Wärmeübergangswiderstände sind für die Berechnung/Beurteilung von Oberflächentemperaturen, Kondensat bzw. Schimmel gemäß ÖNORM EN ISO 13788 (Wärme- und feuchtetechnisches Verhalten von Bauteilen und Bauelementen - Raumseitige Oberflächentemperatur zur Vermeidung kritischer Oberflächenfeuchte und Tauwasserbildung im Bauteilinneren - Berechnungsverfahren) anzusetzen (sind auch in der ÖNORM B 8110-2 enthalten). Diese betragen generell an raumseitigen Oberflächen 0,25 m²K/W und für Fenster (Glas und Rahmen) 0,13 m²K/W.

Abgelegt unter der Kategorie: Wärmeschutz Feuchteschutz

Meine Frage an die Redaktion...

Um Ihre Frage noch besser zu verdeutlichen, können Sie auch eine Skizze oder ein Foto anhängen. Erlaubte Dateitypen sind zip, pdf, doc, docx, rtf, xls, xlsx, jpg, png, gif mit maximaler Größe von 5.0 MB.

Eine kostenfreie Dienstleistung für den professionellen Holzanwender. Bitte beachten Sie die Angaben zur Privatsphäre und die Nutzungsbedingungen.