Vergrauen des Holzes trotz Oberflächenbehandlung

Anonym: Eine Blockhütte wurde mit Holzschutz behandelt. Nach zwei Jahren verfärbte sich das Holz grau. Hauptsächlich an der Wetterseite. Was ist hier die Ursache?

25.04.2008 | Nr.: 454

Kategorie: Fassaden, Holzschutz

Antwort

Unbehandeltes Holz verändert unter Wetterbeanspruchung seine Farbe und Oberflächenstruktur. Die Oberflächen verfärben sich mit der Zeit durch Abwitterung, Besiedelung mit Mikroorganismen und Verschmutzung und werden grau. Der natürliche Farbton des Holzes ist dadurch bei der Verwendung im Außenbereich nicht von Dauer. Dies gilt ausnahmslos für alle Holzarten.
Diese oberflächlichen Veränderungen beeinflussen aber die Festigkeit des Holzes nicht.

Wird das Holz zum Schutz mit einer Oberflächenbehandlung versehen, muss diese zur Aufrechterhaltung ihrer Funktion regelmäßig gewartet werden (siehe Frage "Wie oft muss ich eine Holzfassade warten?"). Da auch die Beschichtungen im Laufe der Zeit, je nach Art der Oberflächenbehandlung verschieden schnell, abwittern, wird das Holz ohne entsprechender Wartung irgendwann direkt den Wetterbeanspruchungen und den daraus resultierenden Oberflächenveränderungen ausgesetzt.