Was ist bei der Ausführung einer Massivholzdecke mit Gefälledämmung als Flachdach zu beachten?

Anonym: Ich plane ein Flachdach mit einer Massivholzdecke und Gefälledämmung. Die Decke ist eine Mann an Mann gelegte, verdübelte Balkendecke in Sicht, darauf kommt eine Abdichtung (bituminöse Dampfsperre), eine Gefälledämmung (EPS) und die Dachhaut (Kunststoffbahnen).

Welche Probleme können sich hinsichtlich der Holzfeuchte in der Balkendecke bzw. im Anschlussbereich der Abdichtung (Dampfsperre) ergeben?

22.05.2011 | Nr.: 1145

Kategorie: Flachdach, Decke gegen Außen, Massivholzbauweise

Antwort

Der Aufbau für das Flachdach ist durch die Trennung von Tragkonstruktion und Dämmebene, bei ordnungsgemäßer Verarbeitung, feuchteschutztechnisch sehr gut gewählt. Zu beachten ist, dass die erforderliche Dachneigung mit der außenseitigen Gefälledämmung erzeugt wird (≥ 3 °).

Wichtig dabei ist, dass beim Einbau trockenes Holz verwendet wird (normativ gefordert sind 15% ± 3).

Da eine Sichtdecke ausgeführt wird und bei Innenräumen eine Ausgleichsfeuchte des Holzes um 9-11% zu erwarten ist, sollten nach Möglichkeit Hölzer mit < 15% Holzfeuchte eingebaut werden, um größere Fugenbildungen zu vermeiden.

Bei der Verlegung der darüber liegenden Abdichtung ist darauf zu achten, dass diese vollflächig aufgebracht und bei Anschlüssen und Durchdringungen auch dicht (konvektionsdicht) ausgeführt wird.