Schwarze Verfärbungen an der Fassade

Anonym: Ich möchte im Raum Seewinkel eine Fassade mit Lärchenholz Querlattung (unbehandelt) gestalten. Beispiele zeigen, dass im pannonischen Klima das Holz v.a. an der Leeseite der Gebäude bald von schwarzem Schimmel befallen werden. Können Sie eine alternative Holzart nennen?

09.09.2011 | Nr.: 491

Kategorie: Holzfassaden

Antwort

Holzoberflächen an der Nord-/Ostseite eines Gebäudes trocknen langsamer ab als jene an der Süd-/Westseite, wodurch es hier aufgrund der höheren Holzfeuchte vermehrt und/oder rascher zur Besiedelung von sogenannten Schwärzepilzen (hierzu zählen verschiedene Bläue- und Schimmelpilzarten) kommen kann. Das Auftreten solcher Pilze ist nicht ausschließlich von der Holzart abhängig, bei dunklen Hölzern fällt es jedoch weniger auf als bei helleren. Diese Pilze beeinflussen allerdings die Festigkeit des Holzes nicht.
Dauerhaft verhindern läßt sich dies bei unbehandelten Hölzern jedoch nicht, und führt nach mehreren Jahren zu einer einigermaßen gleichmäßig grauen Verfärbung der Fassade.

Eine Möglichkeit diesen Effekt vorwegzunehmen ist die Vorvergrauung der Hölzer (siehe Greywood). Dadurch liegt von Anfang an ein einheitliches Erscheinungsbild vor und es ist keine Wartung der Beschichtung notwendig.