Muss bei einem ungedämmten in sich geschlossenen Vordach in Holzriegelbauweise eine Belüftung vorgesehen werden?
28.10.2009 | Nr.: 833
Muss bei einem ungedämmten in sich geschlossenen Vordach in Holzriegelbauweise eine Belüftung (Größe/-Anordnung) vorgesehen werden (Kondensationsgefahr)?
Antwort
Bei Vordächern kann es aufgrund der nächtlichen Abkühlung der Dachhaut häufig zur Kondensatbildung an der Unterseite der äußeren Beplankung kommen. Dies hängt jedoch stark von der Art der Eindeckung ab.
Bitumendächer und Metalldächer mit aufliegender Blecheindeckung sind diesbezüglich stärker gefährdet als Dächer mit Dachsteineindeckung und Lattung/Konterlattung. Die Hinterlüftung der Dachsteine fungiert quasi als thermische Trennung zur Beplankung. Aus diesem Grund kann auch durch eine dünne 2-3 cm dicke Dämmschicht zwischen äußerer Beplankung und Dacheindeckung die Tauwasserbildung an Vordächern bereits verhindert werden.
Ob die Belüftung eines ungedämmten Dachelements sinnvoll ist und funktionstauglich ausgeführt werden kann, muss im Einzelfall entschieden werden. Optimal wäre jedenfalls eine dünne Dämmschicht zwischen äußerer Beplankung und Dacheindeckung.
