Hinterlüftung eines Flachdachs bei geringer Neigung

Anonym: Ist ein hinterlüftetes Dach bei einer geringen Neigung (3-7°) technisch sinnvoll? Kann eine Undichtheit des (Haupt)Daches damit erkannt werden?

27.06.2011 | Nr.: 769

Kategorie: Flachdach

Antwort

Ob eine Hinterlüftung sinnvoll ist hängt von einer Reihe von Faktoren wie Dachneigung, Dacheindeckung, Windangriff, Materialschichtungen etc. ab und kann deshalb so pauschal nicht beantwortet werden.

Wird eine Hinterlüftung ausgeführt, so muss jedenfalls ein ausreichend großer Belüftungsquerschnitt sichergestellt werden. Die ÖNORM B 4119 (Planung und Ausführung von Unterdächern und Unterspannungen) gibt für belüftete Dachkonstruktionen in Abhängigkeit der Dachneigung, Schneelast und Sparrenlänge, Mindestkonterlattungshöhen und Mindestgrößen für Zu- und Abluftöffnungen an.

Kann eine Durchströmung der Belüftungsebene nicht sichergestellt werden, z.B. durch kein direktes Gegenüberliegen der Be- und Entlüftungsöffnungen oder wenn die Windanströmung durch eine dichte Bebauung verhindert wird, sollte auf eine nicht belüftete Dachkonstruktion zurückgegriffen werden (Siehe Opens external link in new windowHaltbarkeit von Holz in Flachdachaufbauten).

Eine Undichtheit in der Dachhaut kann nur dann erkannt werden, wenn anfallendes Wasser aus der Hinterlüftungsebene auch frei und sichtbar ablaufen kann (über die Fassade) und nicht in der Regenrinne gesammelt wird.