Gleichmäßige Oberflächenfärbung beim Terrassenbelag (Western Red Cedar)

Anonym: Wie kann Zedernholz (Western Red Cedar) als Terrassenbelag, welcher teilweise bewittert ist, langfristig behandelt werden, um eine gleichmäßige Oberflächenfärbung zu erhalten? Der Terrassenbelag wurde unbehandelt verlegt und weist jetzt Farbunterschiede auf. Die Übergänge sind markant.

25.11.2011 | Nr.: 865

Kategorie: Terrassenbeläge, Außenbereich

Antwort

Unbehandeltes Holz verändert unter Wetterbeanspruchung seine Farbe und Oberflächenstruktur. Die Oberflächen verfärben sich mit der Zeit durch UV-Licht, Abwitterung, Besiedelung mit Mikroorganismen und Verschmutzung und werden grau. Der natürliche Farbton des Holzes ist dadurch bei der Verwendung im Außenbereich nicht von Dauer. Dies gilt ausnahmslos für alle Holzarten.
Diese oberflächlichen Veränderungen beeinflussen aber die Festigkeit des Holzes nicht.

Die Verwitterung und Vergrauung bildet sich im Laufe der Zeit gleichmäßiger aus als zu Beginn, soferne die Flächen einigermaßen gleichmäßig durch die Witterung beansprucht werden. Baulich geschützte Flächen werden nicht, weniger oder langsamer vergrauen. 

Durch das Aufbringen einer Beschichtung kann die Vergrauung je nach Beschichtungsmittel verhindert bzw. verzögert werden. Die Beschichtung von häufig genutzten Terrassenböden wird jedoch nicht empfohlen, da hier die mechanische Belastung sehr hoch ist und es dadurch leichter zu Beschädigungen der Beschichtung kommt. Diese beeinträchtigen einerseits das optische Erscheinungsbild und ermöglichen andererseits eine erhöhte Feuchteaufnahme des Holzes, die meist nur schwer wieder austrocknen kann. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit ist dann die Gefahr eines Befalls von holzzerstörenden Pilzen sehr groß. Somit entsteht für die Beschichtung von Terrassenbrettern ein hoher Wartungsaufwand.

Weitere Informationen zu Terrassenbelägen und Holzbalkonen sowie einen ausführlichen Konstruktionskatalog finden Sie in der Broschüre "Balkone und Terrassenbeläge aus Holz"der Holzforschung Austria.