Auf Basis welcher Grundlage werden die Werte der speicherwirksamen Masse auf dataholz.com errechnet und hat das Weglassen der innenliegenden Wärmedämmung große Auswirkung auf die thermische Qualität der Wand?
18.11.2009 | Nr.: 842
Wenn man die beiden Wandaufbauten aus dataholz awropi04a-00 und awropi04a-02 vergleicht, fällt auf, dass die Werte der flächenbezogenen speicherwirksamen Masse (mw,B,A) divergieren (20,1 kg/m2 und 30,8 kg/m2). Diese Differenz scheint mir hoch, nachdem bei awropi04a-02 lediglich die innenliegende Wärmedämmung entfällt, ansonsten sind beide Aufbauten ident. Auf Basis welcher Grundlage werden die Werte der speicherwirksamen Masse errechnet? Hat das Weglassen der innenliegenden WD große Auswirkung auf die thermische Qualität der Wand z.B. hinsichtlich der Phasenverschiebung des Temperaturausgleichs, nachdem die Werte der speicherwirksamen Masse so weit divergieren?
Anonym:Antwort
Die speicherwirksame Masse wird gemäß ÖNORM B 8110-3 "Wärmeschutz im Hochbau - Wärmespeicherung und Sonneneinflüsse" ermittelt, als Grundlage dient die wirksame Wärmespeicherkapazität, ermittelt gemäß ÖNORM EN ISO 13786 "Wärmetechnisches Verhalten von Bauteilen - Dynamisch-thermische Kenngrößen - Berechnungsverfahren".
Durch das Weglassen der Dämmung der Installationsebene kann die Wärme innenseitig ungehinderter in den Bauteil eindringen, weshalb die OSB-Platte zur speicherwirksamen Masse beitragen kann. Während die speicherwirksame Masse steigt, verringert sich jedoch die Phasenverschiebung etwas (im konkreten Beispiel um ca. 1,5h auf ~9h) ebenso wie die Amplitudendämpfung. Alles in allem dürfte sich also an der thermischen Qualität nicht allzu viel ändern, genauere Aussagen kann jedoch nur eine entsprechende dynamische Simulation liefern.
